browser icon
You are using an insecure version of your web browser. Please update your browser!
Using an outdated browser makes your computer unsafe. For a safer, faster, more enjoyable user experience, please update your browser today or try a newer browser.

Mansita und Avellanas

Posted by on 13. Oktober 2013
Betriebsausflug zum Playa Mansita

Betriebsausflug zum Playa Mansita

Liebe Leserinnen und Leser, wie ihr sicherlich bemerkt habt, hat die Frequenz unserer Beiträge zuletzt etwas abgenommen, was neben dem bereits von Tabea ausführlich beschriebenen gut ausgefüllten Tag auch daran liegt, dass unsere nette Schulleiterin, Veronica, die Sorge umtreibt, wir könnten hier an sozialer Verarmung leiden, weshalb wir auch am Wochenende häufig Einladungen für die ein oder andere Aktivität mit der einen oder anderen Kollegin erhalten. So war es auch am letzten Wochenende, welches letztlich ein Strandwochenende wurde, das wir größtenteils am Playa Mansita und am Playa Avellanas verbrachten.

Für Samstag stand dabei ein “Betriebsausflug” zum Playa Mansita auf dem Programm, zu dem unter dem Stichwort “BBQ” eingeladen worden war. Daher waren wir dann doch überrascht, dass es bereits morgens um zehn losgehen sollte. Weil wir jedoch unbedingt noch den Farmers Market in Tamarindo, auf dem diverse Biolebensmittel von Bauern der Umgebung angeboten werden, besuchen wollten, kamen wir mit costaricanischer Pünktlichkeit (also etwa eine Stunde nach dem festgesetzten Beginn) am Strand, wo sich einige bereits mit Strandfußball die Zeit vertrieben, an. Teilweise hat man übrigens das Gefühl, dass der Fußball hier eine noch größere Rolle spielt als in Deutschland – selbst im Warteraum des Nationalparks läuft nicht etwa ein Video über die schöne Natur Costa Ricas, sondern Wiederholungen von Spielen der europäischen und lateinamerikanischen Profiligen. Dass Costa Rica bereits für die WM in Brasilien qualifiziert ist, hat hier daher für große Begeisterung gesorgt und wahrscheinlich auch dazu beigetragen, dass man vorgestern gegen Honduras 0:1 verlor, was wiederum die Mexikaner in große Trauer stürzte, da diese nun ihrerseits um die WM-Teilnahme bangen müssen. Doch zurück zum Strand. Im Waschbeckenbereich eines kleinen, halboffenen und sehr sauberen Toilettenhäuschens türmten sich zahlreiche Chipstüten, leckere Dips sowie ein Fischsalat, wozu wir noch allseits gelobt, ein Knoblauchbrot, Hefeklöße und einen Papayakuchen beitrugen. Später gab es für die Vegetarier dann noch einen üppigen Salat und für alle anderen soetwas wie Gulasch mit Brot. So richtig einheimische Küche war das aber sicherlich alles nicht – eher ein multikultureller Snack. Die Ameisen haben sich trotzdem über die heruntergefallenen Krümel und ähnliches gefreut – nur ein Kartoffelchip war letztlich eine zu große Herausforderung für die hier überall vorhandenen Blattschneideameisen:

 

Während ich dann mit einigen Kindern “Monster” (so haben sie es getauft, wenn ich mit ihnen Fange spiele) gespielt habe, hat Tabea mit Tara und Veronica darüber geredet, dass ein Kindergartenkind kürzlich mit seinen Eltern Schilkrötengucken war und wir das auch gern mal machen würden. Da Tara hier ja auch noch neu ist und Veronica es trotz ihrer langen Zeit hier ebenfalls noch nicht geschafft hat, mit ihrer Familie zum Schildkrötenstrand zu fahren, verabredeten wir uns für Sonntag früh, um uns das Naturschauspiel anzusehen. Mit solch schönen Aussichten auf den nächsten Tag konnte auch der Regen beim Heimradeln unsere gute Laune nicht trüben.

Meine ersten zaghaften Surfversuche

Meine ersten zaghaften Surfversuche

Umso trauriger dann die “Aufwach-SMS” am Sonntagmorgen, in der uns Veronica mitteilte, dass gemäß Facebook-Auftritt des Schildkrötenstrandes Ostional derzeit doch keine Schildkröten zu erwarten sind und wir den Ausflug besser um ein paar Wochen verschieben sollten. Wir planten daher spontan um, fuhren in die Schule um mit Eltern und Geschwistern zu skypen, versuchten anschließend vergeblich eine Lagune ausfindig zu machen, deren Zuweg in der Trockenzeit wohl gut begehbar derzeit jedoch dschungelmäßig zugewachsen ist, und kamen schließlich auf die Einladung des Mannes der Kindergärtnerin zurück, der zum kollektiven Surfkursus am Playa Avellanas geladen hatte. Nachdem er mich letztens, in unserer ersten “Übungsstunde”, noch angeschoben hatte und ich somit (zumindest im Liegen) prima mit der Welle geschwommen bin, war es dieses mal an mir, herauszufinden wie man das auch ohne Hilfe hinbekommt. Gefühlte tausend Armpaddler und einige Surfbrettabstürze später hat es dann auch einmal mehr oder weniger geklappt, aber bevor ich lässig die Wellen reiten kann, braucht es wohl noch einige Übungsstunden – und Muskelkater. Daher ist mir das brettlose Herumhüpfen in den Wellen momentan noch wesentlich lieber und entspannender.

So sieht ein glückliches Schwein aus

So sieht ein glückliches Schwein aus

Das dachte sich wohl auch Lolita, das Maskottchen des Strandrestaurants und Tochter dessen Namensgeberin Lola – sie nahm trotz zahlreicher Schaulustiger und einem etwas ängstlich herumbellenden Hundes ein schweinisches Bad im Ozean. Zum Ausklang des Strandtages überlegten wir uns noch, wie man unsere politische Bildung zum Tag der deutschen Einheit und seiner Vorgeschichte so komprimieren und aufbereiten könnte, dass es unsere Schulkinder verstehen. Mehr zu dieser Herausforderung und wie wir sie gemeistert haben, gibt es demnächst.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>