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Über schwarzen Glitzersand

Posted by on 22. Oktober 2013
Playa Tamarindo

Playa Tamarindo

Fast jedes Wochenende verbringen wir eine schöne Zeit an einem der vielen Strände in unserer Umgebung. So auch das vorletzte lange Wochenende – Am Samstag sind wir dieses Mal über Tamarindo zu Playa Langosta gefahren, den wir auch über die Hacienda Pinilla erreichen können. Dabei sind wir den Playa Tamarindo bis „zum Ende“ gelaufen. Um einen bewachsenen Felsen herum, nachdem kurzerhand einmal raufgeklettert, schoben wir unsere Räder und erreichten Playa Langosta.

Felsen

Auf dem Felsen am Übergang von Playa Tamarindo zum Playa Langosta

Am Strand des Örtchens Langosta reihen sich die Anwesen scheinbar wohlhabender Leute, die sich zumindest jetzt in der Regenzeit ganz gut in die Vegetation einfügen, weil noch ausreichend Pflanzen die Sicht verbergen. Der Strand ist sehr lang, da wir aber – wie immer – mit unseren Rädern unterwegs waren, sind wir irgendwann einem Weg zur Straße gefolgt und wollten den Ort Langosta noch etwas erkunden. Irgendwann kamen wir allerdings ganz zufällig wieder an eine Stelle, wo wir schon waren. Weil man nur über Tamarindo dort hin kommt und die Hacienda Pinilla wahrscheinlich kurz dahinter liegt, führt einen die Straße im Kreis herum. So kamen wir auf viel kürzerem Weg entlang der Straße wieder nach Tamarindo.

Weg nach Langosta

Ein kurzer Weg durch den “Dschungel” vom Strand zum Ort Langosta.

Am Sonntag haben wir den kürzesten Weg zu Playa Langosta durch die Hacienda Pinilla gewählt. Der Weg zu diesem Strand ist nicht asphaltiert und dort ist auch kein Hotel oder Strandclub, sodass es eigentlich am ursprünglichsten und idyllischsten dort ist. Zufällig waren auch Beatriz und ihre Familie dort, außerdem noch ein Mann und eine Frau, ansonsten Einsamkeit.

Hängematte

Die Mangroven eigenen sich hervorragend zum Aufhängen der Hängematte.

Kaum hatten wir unsere Hängematte gut in den Mangroven platziert, kamen die Kinder angerannt und riefen uns zu, dass sie Affen in den Bäumen entdeckt hätten. Ich sprang natürlich sofort auf, Jan schnappte sich die Kamera und wir verbrachten mindestens die nächste halbe Stunde mit dem Beobachten der Brüllaffen direkt über unseren Köpfen. Sie haben sich nicht stören lassen und sind munter von einem Ast zum nächsten in den Bäumen geklettert.

Affensuchbild

Könnt ihr alle drei Affen finden?

Darunter waren auch zwei Mütter mit winzig kleinen Affenbabys, die sich an ihr Fell klammerten oder die sie säugten. Ich genoss diesen Anblick und wir machten viele Fotos und Videos. Es ist doch etwas anderes, Affen in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten als hinter Gitterstäben oder Glasscheiben in einer ihrer Art fremden Umwelt. Man bekommt jedoch hier nur diese Affenart zu Gesicht, weil sie sich eben von den Menschen nicht so stören lassen. Viele andere auch bedrohte Tiere leben nur noch in den Nationalparks, die Costa Rica lobenswerter Weise auf großen Teilen des Landes eingerichtet hat. Einerseits sollen sie die Tiere schützen, andererseits kommen gerade deshalb immer mehr Touristen. Es gilt, eine Balance zu finden. Irgendwo haben ich gelesen, dass die Nationalparks auch geschlossen werden, wenn erkennbar ist, dass der Tourismus eine zu große Gefahr für die Natur darstellt.

 

Abgesehen von den Affen genossen wir das kühle Wasser und die Ruhe, die hier zwar überall, aber mit dem kühlenden Wind am Meer besonders entspannend ist.

Pelikane

Pelikane

Glitzersand

Das Glitzern des Sandes ist leider auf Fotos nicht festzuhalten.

An dem freien Montag begaben wir uns auf eine größere Strandwanderung vom Playa Avellanas bis zum Playa Langosta. Wir ließen unsere Räder am Strand vorm „Club de Playa“ in der Hacienda. Jan mit Rucksack und ich im Badeanzug und mit Fahrradkörbchen gingen wir in Richtung Playa Mansita. Da die Ebbe erst gerade eingesetzt hatte, mussten wir teilweise noch durchs Wasser laufen und über kleinere Felsen klettern. Den kleinen aber gemütlichen Playa Mansita und Playa Bonita haben wir schnell hinter uns gelassen. Dann kam ein längeres Stück mit felsigem Strand, der sich eher nicht zum Baden eignet und deshalb wahrscheinlich auch keinen Zugang hat. Wir trafen von Playa Mansita bis Playa Langosta auch keine Menschenseele. Dafür bezauberte uns die Aussicht, die Pelikane und andere Vögel, viele schöne große Muscheln, glitzernder schwarzer Sand mit bunten Steinen, riesige Kakteen und kleine Grotten. Nach ungefähr 2 Stunden erreichten wir Playa Langosta, den wir auch noch ein gutes Stück entlangliefen bis wir uns an einer Bucht, die sich zum Baden eignete niedersetzten und uns abkühlten. Außerdem hing dort in den Bäumen eine Schaukel aus dicken Seilen und einem massiven Brett. Den Moment, in dem ich zwischen Bäumen, bei Sonnenschein am Strand schaukelnd aufs Meer blicke und vor Freude jauchze zähle ich nun zu den schönsten in meinem Leben.

Riesenkaktus

Ich und mein stacheliger Freund.

Auf dem Rückweg ging unser schon aufgeheiztes Wasser zur Neige, was bei der sengenden Hitze nicht leicht zu ertragen war. So fühlte ich mich bald etwas sonnenstichig und wir hofften darauf, Playa Mansita bald zu erreichen, um bei den Waschbecken unsere Flaschen auffüllen zu können. Tatsächlich waren wir auf dem Rückweg um einiges schneller, da wir uns nicht zu weiteren Naturbeobachtungen verleiten ließen und auch weil das Wasser weiter zurückgegangen war.

So bereuten wir es keineswegs, dass wir das 3-tägige Wochenende nicht damit verbracht hatten stundenlang auf Busse zu warten und in Bussen zu sitzen.

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