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Das Visum IV

Posted by on 7. Januar 2014
Großer Andrang bei der Migrationsbehörde

Großer Andrang bei der Migrationsbehörde

Die Weihnachtsferien, über die wir demnächst noch ausführlicher berichten werden, sind vorüber und alle Lehrer trafen sich gestern früh zum Arbeitseinsatz in der Schule – wirklich alle Lehrer? Nein, zwei kleine Freiwillige waren nicht dabei. Tabea und ich mussten stattdessen nämlich mal wieder (siehe Visumsberichte I, II und III) zur Migrationsbehörde in Liberia, da unsere Stempel abgelaufen waren. Wie wichtig diese Stempel mit dem Vermerk „Schauen Sie in … Werktagen mal wieder vorbei“ sind, merkten wir übrigens bei unserer Rückreise von Cahuita als wir einen Kontrollpunkt der costaricanischen Migrationsbehörde passieren mussten. Denn erst nach vorzeigen der Zettel mit Stempel konnten wir weiter. Überhaupt kann man die Bedeutung der Zettel gar nicht hoch genug einschätzen, denn darauf steht ganz oben eine Vorgangsnummer, die einen als behördlich registriertes Wesen ausweist und mit der man theoretisch sogar im Internet den Bearbeitungsstand abrufen kann. Als wir das versuchten stand dort allerdings immer, der Vorgang sei noch nicht erfasst und wir müssten uns zu gegebener Zeit direkt bei der Migrationsbehörde melden – was wir dann gestern auch taten, zumal die angekündigte Nachricht aus San José, welche Unterlagen wir noch nachreichen müssten bzw. welche Dinge noch zu klären seien, bislang ausblieb. Aufgrund der inzwischen gesammelten Erfahrungen gingen wir die Sache dieses Mal jedoch etwas entspannter an. Wir waren bereits am Sonntag nach Liberia gefahren, um am nächsten Morgen auch ohne Busglück rechtzeitig bei der Behörde sein zu können. Da wir bereits wussten, dass ein vorderer Platz in der Warteschlange nicht wirklich Vorteile mit sich bringt und auch die Öffnung der Behörde wohl nicht pünktlich erfolgen würde, begaben wir uns erst kurz nach acht zum Migrationsbüro. Wir nahmen einen der hinteren Plätze in der Schlange ein, deren Verlauf sich an den schattigsten Plätzen orientierte, und warteten, dass jemand das Tor öffnet und nach Zetteln ruft. Dies geschah nach etwa zwei akademischen Vierteln und alle stürmten auf die Mitarbeiter der Migrationsbehörde zu – so auch wir, allerdings mit gebremstem Eifer, da wir nicht genau verstanden hatten, welcher Mitarbeiter welche Zettel einsammelte. Nachdem sich die Menschentraube etwas gelichtet hatte, kamen so auch wir dazu unsere magischen Zettel abzugeben. Anschließend verschwanden die Mitarbeiter mit den Zettelstapeln in das Migrationsbüro und sortierten diese wahrscheinlich nach Dringlichkeit, Bearbeitungsstand etc. Wir versuchten derweil wie alle anderen zum einen uns etwas vor der glühend heißen Sonne zu schützen, zum anderen jedoch in Hörweite des Büroeingangs zu bleiben, damit man nichts wichtiges verpasste. Wenig später kündigte ein Murmeln gleich Fanfaren das neuerliche Auftauchen der Zettelstapel an. Nun wurden Namen verlesen und Zettel ausgeteilt. Fast zuletzt erhielten auch wir unsere Zettel kommentarlos zurück – wie der Bearbeitungsstand ist, ob und was noch fehlt wissen wir daher noch immer nicht.

Die "Einladung" für einen erneuten Liberia-Besuch im Februar

Die “Einladung” für einen erneuten Liberia-Besuch im Februar

Einzig ein formschöner Stempel samt Vermerk, welcher unser Wiederkommen in 30 Werktagen einfordert, prangte auf der Rückseite. Und da wir auch Zettel mit 5 oder 6 Stempeln gesehen haben, erwarten wir nicht wirklich, dass bei unserem nächsten Besuch in Liberia mehr passiert. Im Behördendeutsch würde man wohl sagen „Erledigung durch Liegenlassen“ – aber das soll uns recht sein. Dann hätten wir wenigstens keinen weiteren Aufwand und Kosten für Übersetzungen, Fingerabdrücke, Fahrten nach San José etc. Aber meistens kommt es ja anders als man denkt – wir werden in gewohnter Manier berichten.

Dank der schnellen Abwicklung des Behördengangs konnten wir sogar gegen Mittag noch zum Subbotnik stoßen. Tabea richtete insbesondere das Spielzimmer für ihre eigene Kindergartengruppe, die sie ab heute übernimmt, her und ich organisierte das in das Küchengebäude verlagerte Büro neu. Aber dazu demnächst mehr.

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