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Alles neu

Posted by on 28. Januar 2014
Einige Schattenplätze gibt es noch im trockenen Gras.

Einige Schattenplätze gibt es noch im trockenen Gras.

Als wir von unserer Rundreise zurück kamen, war doch alles noch gar nicht so vertrocknet, wie wir es uns vorgestellt hatten. Trotzdem es jetzt nicht mehr regnet und man sich jeden Tag auf die Sonne verlassen kann (und bei Ausflügen keinen Regenguss mehr einplanen muss), gibt es auch jetzt, drei Wochen nach Schulbeginn, noch wenige Bäume, die gänzlich unbelaubt sind. Es scheint allmählich aber langsam alles auszutrocknen. Sodass wir nun auch einen Ausflug in die vormals dicht zugewachsene und von Mücken besiedelte Hinterlandschaft unseres Wohngebietes wagen konnten.

Es trocknet.

Es trocknet

Die Erde hat natürlich vor allem dort große Risse, wo keine Pflanzen stehen und das Wasser nicht gespeichert werden kann – z.B. unter dem Schulgebäude (die Kinder brechen große Stücken Erde heraus und geben Wasser hinzu, das ist dann Schokolade). So geht insbesondere von der Dirtroad zwischen Villarreal und Santa Cruz immer eine große Staubwolke aus, wenn die Autos drüber brettern. Diese legt sich dann auf den Pflanzen und Häusern, die am Wegesrand stehen nieder, sodass wir insbesondere in der Schule mit viel Staub zu tun haben, was der Gesundheit nicht gerade zuträglich ist. Auch der Laptop muss inzwischen täglich entstaubt werden, vor allem, da das Büro nun ein Häuschen tiefer gerückt ist, nämlich dahin, wo vorher der Essensraum für die Kindergartenkinder war. Jan sitzt jetzt also in der ehemaligen Bar, direkt neben der Küche, und alle Essen gemeinsam draußen davor, im großen Rondell. Diese Änderung wurde vorgenommen, damit die Kinder morgens, während der Drinnenspielzeit tatsächlich drinnen spielen und sich in zwei getrennten Gruppen besser aufs spielen konzentrieren können und sich nicht in Hängematten lümmeln, den ganzen Tag im Sandkasten die Arbeit der Straßenbauer nachahmen oder wie wild im Kreis herum rennen. So betreue ich nun morgens für 1 ½ Stunden eine Gruppe aus derzeit 9 Kindern und die andere Gruppe betreut Beatriz im Raum nebenan. Das heißt, dass ich nun auch den Morgenkreis alleine durchführe und die tägliche Geschichte erzähle. Dann widmen sich die Kinder dem Spiel und ich setze mich zum „finger-knitting“ (Finger-Stricken) hin, was dann vor allem die größeren Mädchen auch gern machen wollen, sodass ich es ihnen zeige. Für Jan bedeutet diese Veränderung vor allem, dass er weniger Büro-Arbeit schafft, dafür aber mehr mit den Kindern zu tun hat. Denn nun muss er mit jeweils Zweien 2 mal täglich den Tisch decken und abwaschen. Das ganze dann auch noch für die großen Schulkinder. Ein bisschen traurig für Jan und die Schulkinder ist, dass er jetzt aus logistischen Gründen bei uns mit isst – ich freue mich allerdings darüber.

NEst

Durch weniger Laub sind Nester und Tiere besser sichtbar.

Über die weiteren Änderungen freue ich mich nicht gerade: wir haben nun kein „Gardening“ mehr, weil der Block vorbei ist – nun ist „Building & Construction“ (Werken) dran, wo wir zunächst helfen sollten, wo sie unsere Hilfe nun aber doch nicht brauchen. Sie wollten es uns unter anderem nicht überantworten, weil sie dachten, dass es uns zu viel würde. Leider haben Sie sich mit uns darüber nicht vorher unterhalten, sodass ich nun erst mitteilen konnte, dass Unterrichtsstunden zwar mehr Arbeit, durchaus aber erfüllend für uns sind. Eventuell können wir im nächsten Block dann entweder wieder Gardening machen oder Construction fortführen. Ob daraus etwas wird, werden wir sehen….

Der ungeliebte Gast.

Der ungeliebte Gast.

Im neuen Jahr sehen wir nun häufiger Skorpione, vor allem in unserer Wohnung. Jan wurde auch schon einmal gestochen. Da es hier keine giftigen Skorpione gibt, geht die Reaktion nach einem Stich bei nicht-allergischen Menschen normalerweise nicht über die eines Bienenstiches hinaus.

Ihr seht, noch immer viel neues, derzeit leider wenig Erfreuliches. So sehr wir froh sind, dass wir das hier erleben, merken wir doch immer mehr die Vorzüge des „Elfenbeinturmes“ Deutschland zu schätzen – und seien es Toilettenspülungen, die nicht ständig kaputt gehen oder Waschmaschinen, die die Kleidung nicht zerreißen – ihr braucht euch also keine Sorgen machen, dass wir freiwillig länger als die 8 Monate hier bleiben…

 

 

One Response to Alles neu

  1. MuV

    Wie schön! Und doch wird es für Euch ein einzigartiges Erlebnis sein und bleiben!, worüber wahrscheinlich sogar Eure Kinnings mit großen Augen und Ohren staunen und hören werden!
    Staub und Hitze können wir erahnen – aber zum Glück gibt es das schöne Meer! Es ist schon etwas ganz anderes, wenn man die Gegend einmal selbst erlebt hat!
    Wie heißt es so wahr: “Erzähle mir etwas und ich behalte ein Viertel, zeige mir etwas und ich weiß die Hälfte, lass mich etwas erfahren und ich weiß, wovon du sprichst.” (so sinngemäß)
    Und zum Glück sind die Skorpis nicht giftig! – Aber passt trotzdem auf Euch auf!
    Und wenn mal wieder etwas nicht nach Plan läuft – ich hatte einen sehr schönen Weihnachtswunsch auf meinem Schreibtisch:
    “Ein weiser Mann, hatte, wenn er morgens aus dem Haus ging, immer eine Handvoll Kaffeebohnen in der linken Jackentasche und stets, wenn ihm etwas Gutes widerfuhr – und mag es noch so eine kleine
    wunderbare Winzigkeit gewesen sein – wanderte eine Kaffeebohne von der linken in die rechte Jackentasche. Und des Abends, wenn sich auch nur eine einzige Bohne in der rechten Tasche befand, war es für den weisen Mann ein guter Tag gewesen und er war es zufrieden.”

    Lieb, Mutti

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