browser icon
You are using an insecure version of your web browser. Please update your browser!
Using an outdated browser makes your computer unsafe. For a safer, faster, more enjoyable user experience, please update your browser today or try a newer browser.

Die Höhlen von Barra Honda

Posted by on 19. März 2014

 

Aussichtspunkt in Barra Honda

Aussichtspunkt in Barra Honda

Barra Honda ist der Nationalpark, der für seine beeindruckenden Höhlen bekannt ist. Da er zudem recht Nahe an unserem hiesigen Zuhause gelegen ist, haben wir einmal einen Ausflug dorthin unternommen. Die Erkundung von Barra Honda ist von Tamarindo und Umgebung aus gut als Tagestour machbar.

Wanderwege in Barra Honda

Wanderwege in Barra Honda

So haben wir morgens um 6:00 Uhr den Bus nach Nicoya genommen und wollten dort eigentlich mit dem Bus weiter nach Barra Honda. In Nicoya stellte sich jedoch heraus, dass der Bus erst um 11 fährt, sodass wir wohl oder übel das Angebot eines Taxifahrers annehmen mussten, uns für 20 Dollar dort hinzufahren. Beim obligatorischen Smalltalk fragte der Taxifahrer plötzlich was „Kura“ heiße, in der Annahme, dass es ein deutsches Wort sei, weil eine Deutsche ganz in der Nähe des Nationalparks das Café Kura aufgemacht hat. Die Inhaberin des Cafés hatten wir zufällig bei unserer Rundreise zu Weihnachten in der Deutschen Bäckerei am Arenal-See getroffen. Aber dem Taxifahrer konnten wir keine zufriedenstellende Antwort über die Bedeutung des Wortes geben.
Dort angekommen wurde uns zunächst das Geld für den Nationalparkeintritt mit Höhlenbesichtigung abgeknöpft (das wir gerne bezahlten!). Nachdem wir uns unsere Wanderschuhe angezogen und alles nötige in einen Rucksack verstaut hatten (den anderen ließen wir in der Station) stellte sich uns ein erfahrener Höhlenführer zur Seite – er arbeitet bereits seit 25 Jahren dort. Mit ihm erklommen wir dann erst einmal einen Berg auf gut ausgebautem Weg, bis wir zu einer Hochebene kamen, wo wir auf einen Trampelpfad abbogen.

Caverna Terciopelo

Caverna Terciopelo

Der Führer erklärte uns, dass es um die 90 Höhlen in dem Nationalparkareal gibt, die bereits seit 1974 geschützt sind. Davon sind ca. 40 bereits erkundet, 2 sind für Besucher (1 kleinere für Kinder bis 10 und eine große für alle anderen) zu besichtigen, die anderen nur für Forschungszwecke zugelassen. In einer wurden auch Zeugnisse indianischer Rituale gefunden. Da eine Gruppe von 10 Leuten vor uns war, gingen wir zuerst zum Aussichtspunkt, von dem aus wir den Blick in die Hügelketten der Nicoya-Halbinsel in die eine Richtung und den Golf von Nicoya in die andere Richtung genießen konnten. Auf dem Weg gab es auch ein paar noch nicht gesehene Pflanzen, einen Iguana und Schmetterlinge zu beobachten. Als wir hiernach zur Höhle liefen, kamen uns die eben erst wieder aus dem Loch hervorgekommenen Touristen entgegen. Der Führer war froh, dass die Gruppe schon durch war und wir nun zu dritt die Höhle erkunden konnten. Vor der Höhle saßen zwei Helfer, die uns die Helme gaben, uns ins Sicherungsgeschirr halfen und mit Karabinern am Seil festmachten, bevor wir den Abstieg in die 17m tiefe Höhle wagten.

Abstieg in die Höhle Terciopelo

Abstieg in die Höhle Terciopelo

Zuerst ging der Führer, dann ich, dann Jan am Seil die Leiter herunter. Auch dort drinnen war es nicht kalt, sondern feucht-warm. Und so gingen wir langsam und bedacht auf Felsen und Steinen entlang und ließen uns verschiedene Felsformationen z.B. mit den Namen Spiegelei oder Orgel mit der Taschenlampe zeigen. Fledermäuse flatterten uns zuweilen um die Ohren. An einer Stelle der Höhle sollten wir uns hinsetzen und die Augen zu machen, um die Stille zu hören, an einer anderen Stelle konnten wir sachte an die Tropfsteine klopfen um Musik zu machen.

Höhle Terciopelo von drinnen

Höhle Terciopelo von drinnen

Dort hinunter drangen außerdem Wurzeln von den auf der Höhle stehenden Bäumen, auf der Suche nach Wasser.In der Regenzeit, so wurde uns gesagt, käme man dann recht nass aus der Höhle heraus, obwohl man auch in der Trockenzeit nicht trocken bleibt. Nach ca. einer halben Stunde ruhigem Staunens, stiegen wir wieder hinauf ins Licht, wo die zwei Männer unser Sicherungsseil hielten.Wir machten uns wieder auf den Rückweg und verabschiedeten uns von dem Führer, um noch einmal zur Aussichtsplattform zu laufen, wo wir eine Ruhe-und-Fresspause einlegten und unsere mitgebrachten Nüsse und Möhren vertilgten. Wiederum auf dem Rückweg von dort trafen wir dieses Mal auf ein wunderliches Insekt, dass wir ein Mini-Iguana mit Flügeln aussah und auf eine niedliche Affenfamilie, die wir noch ein Weilchen beobachteten, bis wir einen kleinen Umweg zurück liefen. Wieder an der Ranger-Station angekommen waren keine Autos in Sicht, die uns hätten mitnehmen können, also entschieden wir uns zu laufen und auf Mitfahrgelegenheiten im nächsten Ort zu hoffen. Die Bushaltestelle war nur ca. 1 ½ km entfernt. Da dort aber kein Bus halten sollte, liefen wir weiter.

Iguana

Iguana

Bald kam uns ein Schulbus entgegen, der an der Haltestelle umdrehte und in die Richtung fuhr, in die wir liefen, sodass wir ihn anhielten und fragten, wohin er führe – erst meinte der Fahrer – nur noch ca. 1km, dann entschied er sich aber, dass er uns doch ein bisschen weiter, bis in einen Ort namens Pueblo Viejo mitnehmen könnte. Das war großes Glück und so fuhren wir nicht nur einen, sondern mehrere Kilometer mit dem Bus in den nächstgrößeren Ort. Dort stellten wir uns mit ausgestrecktem Daumen an die Straße und es hielt sogleich ein junger Mann in einem Auto, dass sich bereit erklärte uns nach Nicoya mitzunehmen. Er ließ uns an einer Bushaltestelle heraus, wo wir durch Fragen herausfanden, dass der Bus nach Santa Cruz in ca. einer halben Stunde käme. Auch das klappte hervorragend, sodass wir noch bei Tageslicht in Santa Cruz ankamen, unseren Einkauf im Supermarkt neben dem Busbahnhof erledigen konnten und den nächsten Bus nach Tamarindo nahmen, sodass wir gegen halb 9 abends wieder in unserer Wohnung ankamen. Ein schöner und lohnenswerter Tagesausflug.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>