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Diaabend IV

Posted by on 11. Januar 2015
Diaabend IV - La Fortuna

Diaabend IV – La Fortuna

Seit unserer Rückkehr nach Deutschland ist im Blog leider nicht mehr allzu viel passiert, was einige Leser_innen zur Nachfrage bewogen hat, ob es denn überhaupt weiterginge. Unser erster Vorsatz für das neue Jahr ist daher nun regelmäßiger als bisher noch einige Erlebnisse nachzureichen. Beginnen will ich die Neujahrsoffensive mit diesem Beitrag, welcher den letzten Teil aus der Diaabend-Reihe zu unserer großen Rundtour (Teil ITeil II und Teil III) darstellt und über die Zeit in und um La Fortuna erzählt und mit der Rückkehr nach Hernández abschließt.

Tag 12 (Teil 2)
Blick auf die Laguna de Arenal

Blick auf die Laguna de Arenal

Bereits bei der Ankunft in La Fortuna war das Wetter der nächsten Tage abzusehen. Über uns dunkle Regenwolken, deren Tropfen sich in tausenden kleinen Ringen auf dem Arenal-See, der als Costa Ricas größter Stausee wesentlich zur Energieversorgung des Landes beiträgt, abzeichneten.
Tag 13
Eine von 14 Arenal-Hängebrücken

Eine von 14 Arenal-Hängebrücken

“Warum also nicht das Regen(wald)wetter nutzen und ein Stückchen einzigartigen Primärregenwald anschauen?”, dachten wir uns und besuchten (wie viele andere Touristen auch) kurzerhand die Arenal-Hängebrücken. Insgesamt ist die Region sehr touristisch geprägt, sodass man auf wirklich schönes “Touri-Wetter” eigentlich auch nicht hofft, wenn man die Möglichkeit haben möchte, in Ruhe nach ein paar Tieren Ausschau zu halten.
Primärregenwald im Hängebrückenpark

Primärregenwald mit Hängebrücken

Erstmal genossen wir jedoch den Ausblick von einer der vierzehn Hängebrücken…
Schöne tropische Blüten

Schöne tropische Blüten

…um uns dann zunächst floristischen Schönheiten…
Blüten oder Maiskolben?

Blüten oder Maiskolben?

…und Skurrilitäten hinzugeben.
Plattschnabelmotmot

Plattschnabelmotmot

Plötzlich fiel uns zwischen den Bäumen dieser Plattschnabelmotmot (aus der Familie der Sägerracken) ins Auge. Charakteristisch ist der scheinbar nicht mit dem Schwanz verbundene “Bommel” am Schwanzende, den sie Feinden zur Warnung entgegenschwingen.
Schieferschwanztrogon

Schieferschwanztrogon

Etwas weiter entdeckten wir einen männlichen Schieferschwanztrogon. Aufgrund des hier nur in Ansätzen erkennbaren roten Bauchs haben wir ihn auch auf unserer zweiten großen Tour ab und zu ausfindig machen können. Zumal Trogone allgemein nicht wie andere Vögel zu häufigen Ortswechseln neigen, sondern stundenlang einfach nur dasitzen und sich somit gut beobachten lassen, wenn man sie einmal erspäht hat und nicht durch lautes Getrampel und Gequatsche verscheucht.
Riesenknospen

Riesenknospen

Ebenfalls in den Baumwipfeln zu entdecken waren diese über einen Meter langen “Riesenknospen”, die sich später zu großen Blättern entfalten.
Und noch ne schöne Blüte

Und noch ne schöne Blüte

Eher in Bodennähe waren diese Blüten zu beobachten…
wie oben

Hängende Blüten

…und auch diese. Wobei man sich manchmal nicht ganz sicher sein kann, ob es sich um geschlossene Blüten oder andere grazile Pflanzenteile, wie Früchte, handelt.
Ein schöner Blattz für den Nachwuchs

Ein schöner Blattz für den Nachwuchs

Dieses kleine Päckchen gehört jedoch ganz sicher nicht zur Pflanze, sondern beherbergt laut Auskunft eines anderen Besuchers noch unvollendeten Nachwuchs.
Den  zweiten Teil des Tages verbrachten wir in der Gegend um den idyllisch gelegenen Coter-See. Die Lodge, welche laut Reiseführer Kanus anbietet, wusste davon allerdings nichts, sodass wir die Natur eben vom Ufer aus genossen.

Lago de Coter

Lago de Coter

Das größtenteils mit Regenwald bedeckte Hügelland um den See wird teils auch als Weideland genutzt.
Den Tag ließen wir mit einem Silvesteressen ausklingen, bei dem ich ein costaricanisches Schwarzbier (Bavaria Dark) für mich entdeckte.

Berge zwischen dem Coter- und dem Arenal-See

Berge zwischen dem Coter- und dem Arenal-See

Tag 14
Kardinälin

Kardinälin

Auch am ersten Tag des neuen Jahres zog es uns wieder in die Natur – genauer gesagt zum erloschenen Vulkan Cerro Chato, der in unmittelbarer Nähe zum jüngsten und aktivsten Vulkan Costa Ricas, dem Arenal, liegt. Da wir ja schon vor dem Aufstieg den Gipfel in Wolken gehüllt sahen, machten wir uns auf einen Ausblick auf den Arenal auch gar keine Hoffnungen. Dafür begrüßte uns gleich zu Beginn der Tour ein Vögelchen aus der Familie der Kardinäle. Da es uns an tieferen ornithologischen Kenntnissen fehlt, überlassen wir es Euch die zutreffende Art zu bestimmen oder sich einfach über das Bild zu freuen.
Kolibri

Kolibri

Ähnlich ist es auch bei diesem Vertreter der Kolibris. Wobei man dazu sagen muss, dass die Kolibris das genaue Gegenteil von Trogonen und somit ständig in Bewegung sind. Daher ist es uns nur selten gelungen ein Exemplar mit der Kamera festzuhalten. Aber die Eindrücke ihres flinken Hin- und Herwuselns behält man auch so lebhaft in Erinnerung.
Fackelingwer

Fackelingwer

Nach einem kurzen Wegstück erreichten wir eine große Wiese, von der man trotz Wolken einen ganz guten Ausblick hatte und wo zahlreiche tropische Pflanzen wuchsen – wie beispielsweise dieser Fackelingwer.
Rosalila Blüten

Rosalila Blüten

 Auch diese farbenprächtigen Blüten…
Interessante Frucht

Interessante Frucht

 …und unbekannte Frucht- oder Zapfenformen gab es zu entdecken.
Frosch

Gemeiner Regenfrosch

Das fand wohl auch dieser gemeine Regenfrosch interessant. Allerdings galt es achtsam zu sein, denn…
Greifvogel

Greifvogel

…über uns kreiste ein Greifvogel, der wohl u.a. nach dem kleinen Fröschchen Ausschau hielt.
Vögelchen

Vögelchen

Das kleine Vögelchen, was wir wenig später in einem Baum entdeckten, war da wohl ungefährlicher.
Blaue Beeren

Blaue Beeren

Dann verdichteten sich die Bäume und der aufgrund des Nieselregens aufgeweichte Untergrund bewirkten, dass man das ein oder andere Mal ins Rutschen kam. Vorteil des vorsichtigen Aufstiegs war, dass man in Ruhe u.a. die Bodenpflanzen bestaunen konnte. Neben diesen blauen Beeren…
Regenwaldglocken

Regenwaldglocken

 …und den glockenförmigen Regenwaldblümchen hatten Flora und Fauna noch einiges zu bieten. Gerade jetzt im europäischen Winter ist man ja versucht jede Pflanze und jedes Tier der bunten Welt der Tropen hier abzubilden, aber für den Moment wollen wir es dabei belassen :)
Abstieg zum Kratersee

Abstieg zum Kratersee

Spätestens beim Abstieg in den erloschenen Krater zum Kratersee benötigt man dann Arme und Beine um auf dem feuchten Untergrund sicher voranzukommen.
Kratersee

Kratersee

Aber was sind schon dreckige Hände und Klamotten, wenn man dann vor oder in dem kristallklaren Wasser des Kratersees steht.
Reiseabschluss

Reiseabschluss

Geschafft von der kräftezehrenden Wanderung stärkten wir uns am letzten Abend in einem nahegelenen Restaurant, bevor wir am nächsten Tag nach Hernández aufbrachen, wo uns endlich wieder unsere eigene Küche zur Verfügung stand.
Tag 15
Arenal-See

Arenal-See

Auch der letzte Tag war wolkig, aber die Sonne durchbrach die Wolken an vielen Stellen, sodass wir uns mit diesem schönen Ausblick von der Gegend um den Vulkan Arenal verabschiedeten.
Zuckerrohrernte

Zuckerrohrernte

Unser Heimweg führte uns unter anderem an Zuckerrohrplantagen vorbei. Im Gegensatz zu Australien oder anderen Großexporteuren, wird Zuckerrohr in Costa Rica vielfach noch mit der Hand geerntet. Dabei dient die Machete als universelles Werkzeug. Doch nicht nur bei der Zuckerrohrernte, sondern auch im Alltag kommt sie zum Einsatz, weshalb man sie in vielen Läden erhalten kann.
Zuckerrohrernte

Zuckerrohrernte

Zum Zuckerrohranbau ist außerdem zu sagen, dass in Costa Rica zwar nach wie vor über 4 Millionen Tonnen Zuckerrohr pro Jahr geerntet werden, die wirtschaftliche Bedeutung jedoch schwindet. Wesentlich wichtiger ist für Costa Rica der Export von Bananen, Ananas und anderen exotischen Früchten, wie man in den meisten Kaufhallen (und auch in Bioläden) bei uns sehen kann. Bei Nicht-Bio-Produkten sollte man sich aber bewusst sein, dass dafür zum Teil auch Regenwaldflächen erschlossen werden.
Brücke der Freundschaft von Costa Rica und Taiwan

Brücke der Freundschaft von Costa Rica und Taiwan

Mit der Überquerung der “Freundschaftsbrücke“, die den Tempisque-Fluss überspannt, fuhren wir schließlich wieder auf “unsere” Halbinsel und zeigten meinen Eltern an den letzten Tagen noch die Schule, den Strand und andere bereits aus dem Blog bekannte Orte. An Hitze und Trockenheit mussten wir uns erst wieder gewöhnen, aber nach einer Woche war es wieder als ob wir Hernández nie verlassen hätten – was angesichts der tollen Erlebnisse aber schade gewesen wäre.

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