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Das Visum VI – el fin?!

Posted by on 15. Januar 2015
Der letzte Stempel

Der letzte Stempel

Da wir ja nun ohne diplomatische Verwicklungen wieder wohlbehalten in Deutschland angekommen sind, mögen die meisten von Euch daraus geschlossen haben, dass sich die Visumsproblematik letztlich doch noch irgendwie gelöst hat. Das ist schon richtig. Aber es galt durchaus auch an den letzten Spieltagen des Visum-Spiels noch neue Aspekte der Verfahrenskunst kennenzulernen. 

Den letzten Besuch in Liberia hatten wir also als krönenden Abschluss an das Ende unserer Osterreise gesetzt, von der wir Euch noch ein wenig berichten werden. Wir reisten dieses mal schon einige Tage vorher an, testeten eine neue Herberge und gingen am ersten Morgen pünktlich zur Einwanderungsbehörde, um die übrige Zeit in Liberia entspannt genießen zu können. Da die Grundzüge der Visabeantragung aus den bisherigen Berichten (1, 2, 3, 4, 5) bereits bekannt sein dürften, überspringe ich den Kampf um das Einreichen der Zettel sowie die Wartezeit bis jemand den Packen gestempelter Zettel auf dem Hof verteilt. Da unsere Abreise nun kurz bevor stand waren wir dieses mal seltsam entspannt – oder vielleicht hatten wir auch nur endlich “Pura Vida” verinnerlicht. Doch was sollte noch groß passieren? Wir bekamen unseren Stempel mit der Bitte um Rückkehr in 45 Tagen und hätten nun gehen können – taten wir aber nicht. Denn zuvor hatten wir die Deutsche Botschaft in Costa Rica und die Costaricanische Botschaft in Deutschland um Rat gefragt, was wir in diesem Falle tun sollten und ob es Erkenntnisse gibt, ob man mit so einem Stempel problemlos ausreisen kann. Die Deutsche Botschaft empfahl uns, im Falle eines weiteren Stempels, einfach nachzufragen, da die Bediensteten der Einwanderungsbehörde zur Beantwortung verpflichtet seien – auch wenn diese nach unseren Erfahrungen nicht immer diesen Anschein erweckt haben. Wir stellten uns also an und sagten, dass wir noch eine Frage hätten. Da entfaltete der Stempelzettel wieder seine Zauberwirkung und (im Gegensatz zum ersten Besuch als wir den Zettel noch nicht hatten) konnten wir in Ruhe unsere Frage stellen. Unsere Unterlagen seien noch immer nicht aus San José zurück, daher ja der Stempel, das Land verlassen sei auch kein Problem, dann sollten wir halt nach der Rückkehr nach Costa Rica wiederkommen und uns einen neuen Stempel holen, so der freundliche Schalterbeamte. Als wir darauf hinwiesen, dass wir – wie in unseren Anträgen beschrieben – in Kürze unseren Freiwilligendienst beenden und Costa Rica demnach nicht nur für einen Kurzurlaub in Deutschland verlassen, meinte er, dann sei doch auch alles in Ordnung, weil wir dann ja keinen neuen Stempel bräuchten. Im Bewusstsein, dem Mann mit weiteren Nachfragen eventuell etwas auf die Nerven zu gehen, fragten wir noch – wie von der Botschaft empfohlen – ob das denn dann bei der Ausreise auch unproblematisch wäre. Jaja, alles kein Problem, pura vida eben oder so… Wahrscheinlich waren unsere Unterlagen in San José schon längst in irgendeinem Aktenwolf gelandet – Erledigung durch Liegenlassen nennt man das in Deutschland, glaub ich.

Ausreisebeleg

Ausreisebeleg

Auf jeden Fall sollte der gute Mann Recht behalten. Drei Tage vor der Ausreise zeigten wir unseren Pass samt Stempelzettel vor, zahlten brav die Ausreisegebühr und erhielten ein Zettelchen, welches wir für die Ausreise benötigen würden und welches wir daher zu dem großen Zettelchen in den Reisepass steckten. So war auch das Einchecken am Tag der Arbeit, der in Costa Rica noch immer mit Festumzügen gefeiert wird, kein Problem. Dass wir dann noch über zehn Stunden auf den Rückflug warten mussten, ist eine andere Geschichte, die wir sicherlich auch nochmal dokumentieren werden.

Fazit: Auch wenn uns bis heute nicht ganz klar ist, ob das Visumspiel für uns nun eigentlich vorbei ist oder ob wir uns – vielleicht liegt die Akte ja doch noch immer auf einem Stapel in San José – bei einem Urlaub in Costa Rica in ein paar Jahren wieder zur Einwanderungsbehörde in Liberia begeben müssen, war es doch ein interessantes Lehrstück über die Costaricanische Bürokratie.

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